herbstspaziergang tag 21 nach hostal asturias

31-10-2018 31 km // 408 km gesamt
wetter:
früh 7° bewölkt
mittags 13° bewölkt
schlafen: hostal asturias 24€ – das liegt 10 km hinter caparra rechts weg, so 2-3 km vom weg und 11 km vor alednueva de camino.

markttag ist heut in carcaboso, die tandler bauen ihre stände auf, in der morgensonne.  soll schön bleiben heute, fänd ich super.
frühstück gibts wieder das “normale” mit o-saft kaffee und was süssem.

vorm fenster ist grad pilger treffen, man rätselt, wo der weg weitergeht. nur gut, dass ich das gps am handy hab, da ist das kein thema. 🙂
aber der weg ist echt blöd zu finden, carcaboso liegt ein wenig ab. heisst zurück bis zum ortseingang und dann links halten. sonst ist der weg ganz einfach zu finden und wieder wunderschön, ein tag übertrifft den anderen, jeder einzig und grossartig heut gehts durch weite korkeichenwälder auf schmalen pfaden. nur leider immer bergauf. grrrr 😉

um 12-00 an der dehesa ventaquemada angekommen rätsel ich immernoch rum, wie ich weitertu. mag dringend den direkten weg zum bogen von caparra gehen, ist halt 6-7km weiter bis oliva de placencia. bis zum hostal asturias sinds andererseits noch 4 1/2std zu gehen, heisst ich wär um 18-00 dort, kurz vor sonnenuntergang und das ist mir zu knapp.

aber jetzt ist erstmal pause angesagt, mit brot und käs und chorizo.

nach der pause gabs wieder einen szenenwechsel, quarzsand wege durch steppengras und auf einer cañada bis nach caparra und unten durch, durch den bogen. hab das bild einer flachen ebene im kopf gehabt, dabei ist die alte stadt in malerischem leichtem hügelland gelegen mit aussicht auf die sierra de bejar, auf denen frischer schnee liegt.

entschieden hab ich mich auch:

ich gehe weiter zum hostal asturias. ist kurz vor 15-00, da gehen die 2 1/2 stunden leicht vorm dunkelwerden.

angekommen. sogar ein wenig eher als gedacht. ging wies brezelbacken, das laufen auf meiner privaten königsetappe. unterwegs wollt mich der wirt vom asturias aufgabeln, der ist abens auf pilgerfang 😉 aber nix da, bin weitergelatscht. bin ja nicht hier zum taxi, bus, oder autofahren, da hat pilgerli schon seinen stolz. 😎

das hostal hat nix mit asturien zu tun, heisst einfach so. sitz beim siegerbier, eingecheckt hab ich schon und geniesse es zu sitzen.
inzwischen lieg ich frisch geduscht – mit weichen warmen frottee dusch und handtuch abgetrocknet, purer luxus- im bettchen und wart aufs abendmal. das gibt’s hier um 20-30.

bum, war das ein pilgermenu!
das beste bisher am weg.
alles hausgemacht und kein dosenfutter wie z.b. gestern
erst weisse bohnen mit chorizo, danach ein hacksteak – hamburgesa a la casa – vom feinsten. soo saftig und gut. kein wunder, wenn du siehst wie hier die rinder gehalten werden.

das hostal, auch wenns ein wenig mehr kostet ist echt zu empfehlen.

bis denne,
ralph

morgen steht aldenueva del camino an zettel, sind nur noch 12-13km. vllt. geh ich bis nach baños de montemayor.

4 thoughts on “herbstspaziergang tag 21 nach hostal asturias”

  1. Moin moin Ralph,
    die Bilder vom Bogen sind sehr eindrucksvoll – überhaupt auch dieser Teil der Strecke wieder sehr sehenswert.
    Die Natur wär’ auch so meins. Und mit dem Wetter hast Du bis jetzt wirklich Glück gehabt.
    Soll ja auch so bleiben – wenn ich Deinen Lauf und die Wetterkarte richtig übereinander gesehen habe.

    Guten Weg wünscht Dir weiter

    Marcel

    1. sers marcel,
      hab echt glück mit dem wetter, von den statistischen 5,7 regentagen im oktober hatt ich grad 1,75 oder so. darf so bleiben,
      denkt ralph

  2. Guten Morgen, Ralph, Deine Kondition ist schon beachtlich, also schaffst Du es locker nach Banos de Montemayor.
    Dort in einer Bar habe ich eine span. Spezialität “churros/porras” aus Erdäpfelteig gegessen, sehr gut aber fett. Wird frisch
    herausgebacken. (hat mir ein Einheimischer so erklärt).
    Wie heissen die roten Früchte?
    Der Bogen ist sicher das berühmteste Fotomotiv auf der Via, beeindruckend wenn man das Alter bedenkt und die
    Pilger watscheln da drüber.
    Für heute wünsche ich Dir einen guten Weg,
    lg – Monika.

    1. sehr-fuss monika,
      na weißt, wenn ich nach 400 km noch keine kondition hätt, wär hopfen und malz verloren, meinst nicht?
      wegen dem weg nach baños de montemayor hab ich keine bedenken, aber das bergauf…..
      das denk ich mir auch immer wieder, beim gehen auf der via, wie ur-alt die strasse ist und wie wenig sich an einigen stellen sich geändert hat, es aussieht wie vor tausenden jahren.
      das ist rotdorn, den gibts bei uns auch, geh mal draussen schauen, findest sicher welchen.
      dank für den tipp mit den churros,
      sagt ralph

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