advent camino tag 22 nach sarria

20-12-17
17 km. // 391 km
schlafen: xunta albergue 6 €
wetter:
früh 3°-9° sonnig
mittags 4° nebel

 

Maximale Höhe: 895 m
Minimale Höhe: 421 m
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heut gings gegen den mainstream über san xil, samos hab ich ausgelassen.
war gut so, durch triacaltela wars noch schattig, an der alten schmiede und herberge vorbei bin ich rechts abgebogen.

der weg ging durch ein wundervoll idyllisches tal, an bauernhöfen vorbei -natürlich- bergauf in die sonne. so herrlich warm und angenehm zu laufen.

in montan, einem der vielen kleinen weiler hier war grad schlachttag, vielleicht wurde grad der weihnachtsbraten vorbereitet?



kurz drauf gings runter in den nebel und sofort wars wieder kalt und grau, eingeschlossen in die eigene kleine welt. also weiter und weiter getappelt, schritt für schritt auf manchmal steilem ausgewaschenen weg. also langsam und bedächtig laufen, durch uralte baumalleen, an flechtenbehangenen bäumen vorbei.

ja und irgendwann im zeit und beziehungslosem raum stand da das ortschild von sarria rum.
hey ich bin da!
ein weiterer geheimnisvoller name nimmt gestalt an und verliert seinen zauber.

die xunta herberge ist wieder herrlich warm, mit ner fussbodenheizung, was für ein luxus, so angenehm.

hab mir noch was zu essen gesucht, die stadt schien wie ausgestorben, in nebel getaucht.
raus aus der herberge, gleich rechts hoch an der kirche vorbei bin ich im meson o tapas gelandet.
das war genau das richtige für mich hungriges pilgerli. aus dem menu de dia hab ich mir die (das) caldo gallega ausgesucht und das -vermeintliche – schweinekottelet mit pommes.
die suppe, mit kohl, kartoffeln und weissen bohnen. und dann kams: spanferkel-spareribs, so lecker und butterzart, einfach mjammm. die nachspeise hab ich ausfallen lassen aber ein orujo war nötig. der kam dann auch, ungefähr 1/8ltr…..
jetzt ist der pülcher im 7. himmel, gezahlt hab ich ganze 8,50€.
lohnt sich, dort einzukehren.
findet ralph

morgen mag ich bis portomarin gehen, das sind so 23km. hoffentlich nicht so viel auf und ab.

12 thoughts on “advent camino tag 22 nach sarria”

  1. Hallo Ralph, für mich war die Herberge ein Alptraum . Lag aber wohl an der Hellhörigleit und den Mitpilgern. Die Küche war gut ausgestattet. Gruesse mir Galicien und das auf und ab. Mach langsam in deinem Tempo dann flutscht das schon. Es grüßt herzlich Elke

    1. sers elke,

      gruss ausgerichtet 😉 das auf und ab hat die zensur gestrichen, komisch.
      du, eh klar, ich mach mein ding so wie ich mag. und wenns mir am monte gozo einfällt ich mag nimmer, dann brech ich einfach -ganz un- weitwander umd pilgermässig ab, so wie im sommer. >:-)
      mit und in den herbergen gibts im mom. überhaupt keine schwierigkeiten, sind heut ganze ¡2!
      das lässt sich ertragen,
      meint ralph

  2. also deine Bilder mit dem iPhone sind super.
    unser weg ist auch zu ende, wenn dir fad ist kannst ja in unseren blog reinschauen.
    sind wie immer ein paar mängel dabei!!!!
    wenn du wieder da bist werden wir die (du) richtig stellen, hoffentlich
    otto

    1. sers otto,
      hab ich schon, nur hab ich erst nix gefunden, muss noch mal bei den letzten beiträgen schauen.
      no du, ich werd dir zeigen, wie DU alles glattziehen kannst.
      bis dann,
      ralph

  3. Hallo Ralph
    Wunderbares Galicien. Wenn wir die Kohlstauden sehn, die Tarte de Santiago essen und der Kuhsch…. am Weg geschickt ausweichen ;-), dann wissen wir, Santiago ist nicht mehr weit :-).
    Ein gutes Gefühl gell? Auch ein wenig Traurigkeit, bald das Ziel erreicht zu haben.
    Du hast ein super Wetter erwischt, wenn Engerl reisen…….:-).
    Wir haben heute den rundumadum-Weg erfolgreich beendet und finden, im Winter weiterwandern ist gar nicht schlimm. Nur wenn man zu Hause (Herberge) in die Wärme kommt, schlägt die Müdigkeit zu, das Gefühl kenn ich sonst nicht.
    Auch wir hatten gutes Wetter, auf den Wiener Bergerln sogar etwas Schnee, sodass sich der Wienerwald in einen Zauberwald verwandelte :-).
    Noch ein paar schöne Wandertage und
    liebe Grüße Renate

    1. sers renate,
      im mom. denk ich noch nicht ans ankommen, latsch einfach tag um tag hier um die kuhfladen rum 😉 mach heut die 400km voll und komm auf die pilgerautobahn mit den 6-spurigen rollsteigen….
      gell, ist garnicht so schlimm, das im winter latschen. den letzten schneee hatt ich am o cebreiro, da hätt ich ja gleich zuhaus bleiben können, wenn ihr das auch alles habt, schnee umd kuhfladen und so.
      alles liebe, ralph

  4. Ha, endlich ein Orujo 🙂 wurde auch Zeit, das gibt Energie 😉
    Und das bischen auf und ab bis Portomarin schaffst locker. Schöne Wege, mal im Zauberwald, verschlungene Bächlein, schöne Ausblicke. Freu dich drauf.
    Buen Camino <3

  5. Hallo Ralph,
    von Sarria nach Portomarin ist halb so schlimm, der letzte Teil, die ganzen Treppen hoch, ist wohl der steiltse Abschnitt morgen.Ein lebhaftes Örtchen.
    Schade, das Du nicht über Samos gegangen bist, ich bin beide Varianten schon gegangen.
    Wünsche Dir einen ruhigen Abend und lass es Dir gutgehen.Hoffentlich hast Du abends Mitpilger/innen.
    BC
    Beate

    1. sers beate,
      ganz ehrlich: auf sie, die ich gerade hab, würd ich gerne!!! verzichten…..
      oder andersrum: ich muss noch viel mehr gelassenheit lernen.
      bis dann irgendwann,
      <3 lich ralph

  6. Keine Sorge, keine steilen Berge mehr 😉 Aber auf und ab geht es schon 😉 Ich hab 2014 hier http://ultreiaportomarin.com/de/ übernachtet, empfehlenswert – wenn offen! Außerdem, da der Wasserstand wohl noch immer niedrig ist lohnt es sih unbedingt am (Stau)seeufer entlang zu laufen und die Ruinen des alten, verlassenen Dorfes zu kontemplieren! Buen Camino und bis bald, SY

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